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Die Jahrgänge


2006

Spätes, kühles Frühjahr mit viel Regen. Ab Mitte Juni heiß und trocken. Wechselhafter Juli und August gefolgt von einem warmen trockenen Herbst. Vollreife, gesunde Trauben mit hoher Mineralität bei allen Sorten aufgrund der langen Vegetationsperiode. Herausragende Bedingungen für den Portugieser. Ein großer Jahrgang.



2005

Relativ langer Winter gefolgt von einem feuchten Frühjahr und Sommer mit langem warmem Herbst. Insgesamt niederschlagsreicher Jahrgang mit hohen Anforderungen an den Pflanzenschutz. Als Folge des ertragreichen Jahrgangs 2004, geringe Erträge, die zum Teil noch durch Hagelschäden und bei den empfindlicheren, frühen Sorten (z.B. Portugieser) durch Fäulnis dezimiert wurden. Aufgrund des trockenen, warmen Herbstes und der überwiegend niedrigen Erträge, insbes. bei den mittleren und späten Sorten gute bis sehr gute Qualitäten, die auf konzentrierte, extraktreiche Weine hoffen lassen.



2004

Relativ milder Winter. Viel Niederschlag im Frühjahr und Frühsommer. Erheblicher Pilzdruck mit hohen Anforderungen an den Pflanzenschutz. Wechselhafter Sommer mit trockenen, warmen Phasen, die sich mit niederschlagsreichen Perioden abwechselten. Späte Traubenreife. Der Lesebeginn war ca. 4 Wochen später als 2003. Wir haben den letzten Cabernet Sauvignon am 12. November gelesen! Bei strenger Ertragsreduzierung und gutem Pflanzenschutz sind komplexe, konzentrierte, gut ausgebildete Weine zu erwarten.



2003

Noch ein extrem harter und langer Winter mit viel Schnee und Temperaturen bis -25°C von November bis Februar. In tiefen Lagen, und nicht nur dort, erhebliche Frostschäden, die z.T. zur Rodung der Weingärten zwingt. Außerdem durch Spätfrost verursachte Schäden an den Augen, die zum Teil zum Totalausfall, jedenfalls aber zu erheblichen Ernteeinbußen führen. Im April schlagartige Erwärmung, die in einen extrem trockenen und heißen Jahresverlauf übergeht. Praktisch kein Pilzdruck. Frostbedingt niedrige Erträge. Um 3 bis 4 Wochen vorzeitige Traubenreife. Dazu waren Kékfrankos, Pinot Noir, Merlot und die Cabernets alle gleichzeitig reif. Gesundes und vollreifes Traubengut mit extrem hohen Mostgraden. Ein in jeder Hinsicht extremer Jahrgang, der ebenso extreme, expressive, konzentrierte Weine erwarten läßt.



2002

Extrem harter, schneereicher Winter. Frost im Dezember und Januar über ca. 6 Wochen mit bis zu -24°C. Zunächst freundliches Frühjahr, dann nach dem Austrieb Anfang April Spätfrost mit -5°C . Je nach Lage wurden die Erträge um 30-50% reduziert, z.T. gab es Totalausfälle. Warmer bis heißer Sommer mit viel Niederschlag. Relativ trockene Phase im Juli und August, und dann in der zweiten Augusthälfte starke Niederschläge gefolgt von einem warmen September. Oktober wechselhaft. Allgemein niedrige Erträge. Was herein kam war von guter bis sehr guter Qualität. Ein sehr vielversprechender Jahrgang.



2001

Trockener milder Winter. Niederschlagsreiches Frühjahr gefolgt von wechselhaftem Wetter im Sommer mit viel Regen. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge von 700 mm/m² wurde weit überschritten. Starker Pilzdruck. Stabiles Sommerwetter von Mitte Juli bis Ende August; dann wieder Regen kurz vor und während der Kékoportóernte. Ab Mitte September warmer, trockener Herbst. Etwas zu wenig Sonne. Dennoch vielversprechender Jahrgang, besonders für die späteren Sorten, aufgrund des langen trockenen und warmen Herbstes.



2000

Ein niederschlagsreicher Winter mit sehr viel Schnee. Ab Mitte April bereits sommerliche Temperaturen. Heißer trockener Frühsommer gefolgt von einem trockenen warmen, gelegentlich heißen Sommer. Früher Austrieb und kräftiges ungestörtes Wachstum. Aufgrund der Trockenheit geringer bis gar kein Pilzdruck. Traubenreife ca. 2 Wochen früher als gewöhnlich. Sehr gesunde, konzentrierte, kleinbeerige Trauben. Nach dem großen 99er, ein weiterer sehr guter Jahrgang.



1999

Regenreiches Frühjahr mit entsprechendem Pilzdruck. Nicht allzuheißer, wechselhafter Sommer und dann ein fast nicht enden wollender trockener, warmer Herbst. Wenn manīs gewußt hätte, hätte man die Trauben bis Anfang November hängen lassen können. Ernteeinbußen wegen des starken Pilzbefalls im Frühsommer. Was geerntet wurde war von guter bis sehr guter Qualität.




1998

Ein regenreiches Frühjahr, ein extrem heißer, trockener Sommer und dann Regen fast während der gesamten Ernteperiode. Starker Botrytisbefall. Zum Teil mußte vor der Zeit gelesen werden, zum Teil hat es in die Ernte hineingeregnet. Ein schwieriges Jahr.